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Artikel der Nürnberger Nachrichten zum Jahrestag der Flutkatastrophe im Ahrtal.

Artikel von Andre Ammer in den Nürnberger Nachrichten vom 13. Juli 2022.

„Ein besonders trauriger Jahrestag – ein Jahr nach der verheerenden Flut in Westdeutschland.

Genau jetzt vor einem Jahr saß ich zusammen mit Paula in meinem Van und bereitete mich auf das Schlimmste vor. Die Bilder und Filme im öffentlich-rechtlichen TV des frühen Morgens ließen mich schaudern.

Schon in der Nacht der Flut bekam ich eine letzte Whatsapp Nachricht meiner Schwester aus Altenburg. Sie schrieb damals: „Jetzt müssen selbst wir die Sandsäcke vor die Türen packen.“

Diese Nachricht, so stellte sich später heraus, kam zeitversetzt, da das Funknetz an der Ahr schon längst zusammen gebrochen war.

Ich befürchtete Schlimmstes, da wir keinen Kontakt zu Verwandten und Freunden im Ahrtal aufbauen konnten.

Als ich dann später in Bad Bodendorf ankam, konnte ich das, was ich sah und roch, einfach nicht glauben.

Die Zerstörung war dermaßen groß, dass ich bei meiner ersten Hilfstour meine Schwester gar nicht erreichen konnte, die Straßen inklusive der Ahrtalbrücke der A61 waren gesperrt. Ihre tollen Jungs (Miguel und Julien) hatten die Eltern aus dem überfluteten Altenburg zu Fuß retten können. Sie kennen die gebirgige Gegend sehr gut und fanden über knapp neun Kilometer einen Weg.

Alle Familienangehörige und Freunde blieben wie durch ein Wunder unverletzt. Nach Altenburg konnte ich erst knapp zwei Wochen später gelangen. Die Bundeswehr, das THW und weitere Kräfte mit schwerem Gerät hatten die Straßen wieder einigermaßen befahrbar gemacht.

Liebes Ahrtal:

Dein Herz wurde schwer getroffen und auch heute, ein Jahr nach der Flut, ist noch lange nicht alles wieder gut.

Eines ist aber gewiss: Ihr seid nicht alleine. Auch wir vom Frankenkonvoi verfolgen genau, wie der Wiederaufbau voran schreitet und werden euch bald wieder besuchen.

#YouAreNotForgotten #solidahrität“ Tom Geisbüsch

Im Juli 2022 jährte sich die Flutkatastrophe im Ahrtal und der Redakteur Andre Ammer von den NN schrieb dazu eine Reportage über die Helfer aus unserer Region, deren Arbeit und Eindrücke.

Zum Online-Artikel auf NN.de

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