Türkei / Hatay, 2023 bis heute

Erdbeben-Hilfe.

Nahrung und Unterstützung für vom Erdbeben betroffene Menschen.

 

 
Am 06.02.2023 kam es zu einem verheerenden Erdbeben in der Grenzregion zwischen der Türkei und Syrien. Zehntausende Menschen verloren ihr Leben und die Berichte in den Medien waren nur schwer zu ertragen. Sofort nahmen wir Kontakt zu unseren langjährigen Netzwerkpartnern, den 3 Musketieren Reutlingen e. V., auf. Diese verfügten in der Türkei schon über Projekte und Kontakte, im Gegensatz zu uns.
 
Die in Deutschland anlaufende Hilfe war immens. Aufgrund der Entfernung und vor allem, weil es sich bei der Türkei um ein Land außerhalb der EU handelt, mussten jedoch alle ersten Ideen und Pläne zunächst überworfen werden.
Am 08.02.2023 meldete sich dann per Telefon Bingül Askar bei Tom Geisbüsch. Sie hatte in ihrem Bekanntenkreis den Tipp bekommen, beim Frankenkonvoi nachzufragen, ob eine Hilfsaktion geplant sei. Bingül Askar verfügt über hervorragende Kontakte nach Antakya und Harbiye, wo Teile ihrer Verwandten und Bekannten leben. Es wurde ein Treffen vereinbart und die erste Aktion geplant.
Zunächst schickten wir ihren Cousin Ümet – ausgestattet mit Finanzmitteln – zur Ersthilfe und Recherche voraus. Die logistischen Schwierigkeiten waren riesig, da der kleine Flughafen Hatay in Antakya für lange Zeit gesperrt war. Ümet gelang es nach langem Suchen aber einen Mietwagen und erste Hilfsmittel in Adana zu besorgen. Er fuhr die Strecke bis Antakya durch schwer zerstörte Gebiete und konnte erste Gaskocher, Zelte, Decken etc. verteilen.
 
Unser neues Mitglied und Projektleiterin Bingül Askar organisierte zwischenzeitlich einen Kontakt zu einem Grillrestaurant-Betreibers, der sich bereit erklärte, für uns eine Essen- und Wasserverteilung zu starten. Das Projekt „Harbiye Dürüm“ war geboren.
Mehmet (der Restaurantbetreiber, der selbst durch sein beschädigtes Wohnhaus betroffen ist) und viele Freiwillige seiner Belegschaft stellten Harbiye Dürüm her und verteilten sie in Zeltstätten und ersten Containerunterkünften. Mehrere Verteilungen wurden realisiert und durch uns finanziert.
 
Bei der Lebensmittelverteilung geht es uns auch immer – neben der Ernährung – um die Würde der Menschen. Vor allem Kinder und Frauen, die die Nacht des Bebens traumatisiert zurückgelassen hatte, bekommen mit dem ihnen bekannten Essen auch ein Stück Sicherheit und Heimatgefühl.
 
Eine besonders schöne Großspende erhielten wir durch den Zusammenschluss von Sportvereinen der Metropolregion.
Über alle üblichen Rivalitäten waren die Spielvereinigung Greuther Fürth und der 1. FC Nürnberg die treibenden Kräfte. Dazu kamen die Nürnberg Ice Tigers (Ice Hockey), die Nürnberg Falcons (Basketball) und der HC Erlangen (Handball). Zusammen spendeten die fünf Vereine sagenhafte 25.000 € an den Frankenkonvoi und so konnten wir das Dürüm Projekt weiter finanzieren.
 
Im Mai machte sich erneut eine Mannschaft bestehend aus Tom Geisbüsch, Bingül Askar, Svetlana Degtareva und Kimon (aus Athen) auf den Weg nach Harbiye. Im Gepäck 150 Kilogramm Sachspenden von unserem Partner – den „Charity Cats“. In vier Tagen vor Ort wurden mehrere Verteilungen von Dürüm und Trinkwasser an Bewohner mehrerer Camps gemacht. Die komplette Mannschaft Mehmet’s stellte über Nacht 1.000 frische Dürum her. Hier dabei zu sein, hat uns tief beeindruckt.

 

Durch die massive Zerstörung in der Region herrscht inzwischen eine große Arbeitslosigkeit, da viele Unternehmen zerstört sind und die Betreiber zur Geschäftsaufgabe gezwungen sind. Daher unterstützen wir bis heute die Betroffenen aus der Ferne. So haben wir ein „Hausfrauen-Projekt“ gegründet, wobei wir Produkte wie Lorbeerseife, Granatapfel-Sirup, gehäkelte Taschen und Schuhe von betroffenen Hausfrauen für unseren Concept-Store beziehen.
 
Damit geben wir gerade den Frauen die Möglichkeit, ein kleines Einkommen zu generieren.
 

Mehr Berichte zu diesem Projekt findet ihr unter der Kategorie „Türkei“.

Fotos: Privat

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